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Punk(t)rock!

Wer hat das nicht auch schon erlebt? Kurzer Abstecher in den Stoffladen, und kurz bevor frau rausgehen will: einen Traumstoff entdeckt. So erging es mir mit diesem Stoff. Tolle Farbe! Punkte! Ich nahm alles mit, was noch davon da war. Schätzungsweise waren noch 2,5 Meter auf dem Ballen.

Und was wird es jetzt? Mein Zeichentalent hält sich in Grenzen, aber das hielt hält mich nicht von Skizzen ab. Und in meinem Ideensammel-Ordner habe ich sie tatsächlich für euch aufgetan.

Einblick in mein Skizzenbuch: Entwürfe für den Tellerrock.
Erste Entwürfe und Skizzen für Kombinationen mit dem Tellerrock.

Eigentlich wollte ich einen Bahnenrock (Burda Young Fashion 7992, sehr leicht) nähen. Allerdings reicht das Schnittmuster nur bis Größe 42. Schade. Deswegen wurde es ein halber Tellerrock. Und das finde ich immer noch großartig! Die Anleitung zur Schnittkonstruktion hatte ich im Internet gefunden. Wahrscheinlich bei einer der MeMadeMittwoch Ladies der ersten Stunde, damals gab es den eigenen Blog noch gar nicht. (Erstes Mal getragen habe ich ihn auf einer Hochzeit 2012!)
Eckdaten für die Berechnung habe ich auf einem Schmierzettel wieder entdeckt:
Rocklänge: 58 cm
Bundweite: 102 cm

In luftiger Höhe: Tellerrock passt sich gut an.
Sonnenstrahlen genießen: Outfit für den Sonntagsausflug.

Ich weiß noch wie ich mit meiner Oma auf dem Boden rumrobbte um den Schnitt zu konstrieren: Einzige Fläche mit glattem Boden ist der Flur. Also kam -schwups- der Teppich weg, Seidenpapier und Bleistift beziehungsweise Stoff und Kreide auf den Boden. Sehen ja sowieso viel schöner aus. Der Zuschnitt ist tatsächlich ein halber Teller, so dass wir nur eine Naht zum Schließen brauchten. Dort ließ sich auch gut der Reißverschluss integrieren.

Handarbeit vom Feinsten: Reißverschluss einnähen.
Ebenfalls von Hand angenäht: der Reißverschluss.

In dem grandiosen Fundus meiner Oma, Überbleibsel des familieneigenen Kurzwarengeschäftes, fand sich ein passender Knopf. Und Dank Omas Nähmaschine ist auch das Knopflöcher 1a genäht! Der Bund ist verstärkt. Wir hatten einfach ein gerades Stück Stoff als Bund verarbeitet. Das passt sich der Bauchform aber nicht gut an, weswegen ich das heute gerne anders machen würde.

Tellerrock in Action.
Und immer weiter im Kreis.

Goldene Regel bei Tellerröcken: aushängen lassen. Das habe ich ignoriert. Und sofort angefangen den Saum zu nähen. Omas goldene Regel für Säume habe ich dabei sehr wohl berücksichtigt: Säume nähst du von Hand. Unsichtbar. Das beeinflusst mich auch heute noch.

Getragen mit dem selbstgenähten Unterrock ein wahres Allroundtalent. Mein Kleidungsstück auf das ich am Häufigsten angesprochen werde. 🙂 Dabei ist es immer noch nicht vollständig, der Reststoff soll nämlich ein passender Bolero-Blazer werden. Ich scheiterte 2012 an meinen Anpassungsfähigkeiten. Mir fällt es immer noch leichter Kleidung an anderen anzupassen, aber für so eine hübsche Kombination finde ich vielleicht doch noch jemanden, die mir bei der Anpassung an meine ungleichen Schultern hilft. Eine gute Idee noch mal mit meiner Oma zu nähen!

...drehen...
Und es fliegt…

Schnitt: halber Tellerrock nach eigener Berechnung
Kosten: ca. 20 Euro (und es ist noch Stoff da für den Blazer)
Material: Baumwolle
Oberteil: Secondhand
Ohrringe: Geburtstagsgeschenk
Vielen Dank an meinen geduldigen Fotografen.

Mit Drehwurm im Grünen gelandet.
Der Tellerrock fliegt mit mir ins Grüne.

Fazit: Habe den Mut zu deinem eigenen Stil, zu dem was zu dir passt. In Kleidung, in der du dich wohlfühlst, strahlst du noch mehr von dir aus. Das kommt an.

Und damit sende ich liebe Grüße an alle Teilnehmende beim heutigen MeMadeMittwoch! Dort verzaubert Doro in einem wunderschönen Rock.

Nachtrag. Mein heutiges Outfit:

Monday-Basic von Ottobre ist auch ein gutes Basisshirt an einem Mittwoch.
Herbstsonne genießen im Park.

Bei wundervollem Herbstwetter spazieren gehen, damit das Patenkind einschlummert. Es gibt schlimmere Arten den Nachmittag zu verbringen. Das Oberteil mit seinen Details habe ich euch hier schon mal gezeigt.

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2 Kommentare zu „Punk(t)rock!

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